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Welcher Sport für mich und meinen Hovawart?
 
Wofür man sich letztendlich entscheidet, hängt zum einen von den Veranlagungen des Hundes und zum anderen natürlich auch von den eigenen Interessen ab. Um die Entscheidung einfacher zu gestalten hier eine Übersicht über die verschiedenen Sportmöglichkeiten. Die Hauptsache dabei ist, dass man Spaß an und natürlich mit seinem Hund hat und wer weiß vielleicht wird ja auch bei dem ein oder anderen der sportliche Ehrgeiz geweckt.
 
Die Begleithundprüfung
ist der Anfang allen Hundesports. Denn für fast alle Sportarten ist eine bestandene BH Prüfung Voraussetzung. An der Begleithund Prüfung können Hunde ab 15 Monaten teilnehmen. Für Hundeführer, die lediglich eine Grunderziehung für ihren Hund möchten, gibt es noch den Team-Test, der ähnlich der BH Prüfung ist. Es entfällt hier die Schußgleichgültigkeits - Überprüfung und der Hund kann in der Ablage angebunden werden.
Team-Test
Zu einem Team gehören immer mehrere; bei uns im Hundesport der Mensch und der Hund. Vielleicht sollte sogar erweitert werden: Menschen und Hunde. Bei der Grunderziehung des Hundes ist der Mensch zwar der Meister, Chef oder - verhaltenspsychologisch - auch der Rudelführer. Im Zusammenwirken bilden sie aber ein Team. Der Team-Test zeigt eindrucksvoll, dass Mensch und Hund  zusammengehören. Im Verlauf des "Team-Test" wird auch aufgezeigt, dass andere Menschen und andere Hunde ebenfalls in die Aufgabenstellung mit eingebunden werden müssen. Dies ist für ein spannungsfreies Miteinander heute unabdingbar.
Agility
eignet sich für die Wendigen und Schnittigen und jene, die eine entspannte Atmosphäre beim Training und den Wettkämpfen lieben. Agility ist eine junge Sportart und als solche unverkrampft und nicht von Traditionen und Traditionalisten belastet. Agility kommt aus dem Englischen und wird bei uns in Deutschland oft als "Behändigkeit auf sechs Beinen" bezeichnet. Wörtlich übersetzt heißt Agility: Gewandtheit, Behändigkeit, Wendigkeit. Entstanden ist Agility (wie die meisten Hundesportarten) in England. 1977 wurde auf der Crufts Dog Show (weltgrößte Hundeschau) in England zur Unterhaltung des Publikums ein dem Springreiten im Pferdesport nachempfundener Parcours aufgebaut. Die Resonanz war überwältigend und kurz darauf entstanden die ersten Agility-Vereine. Seit 1991 gibt es von der FCI verbindliche Wettkampfregeln, welche international gelten. Es gilt einen immer wieder neu gestellten Parcours aus bis zu 20 Hindernissen möglichst schnell und fehlerfrei gemeinsam zu meistern. Dabei wird sowohl vom Hund als auch vom Hundeführer ein sehr hohes Maß an Konzentration, Reaktionsvermögen und auch körperlicher Fitness abverlangt. Aber: Mensch und Hund bilden ein Team, welches durch die gemeinsame Arbeit fest zusammengeschweißt wird und mit Sicherheit viel Spaß zusammen haben wird.

Turnierhundesport (THS)
ist der Sport für die, die nicht nur ihren Hund “arbeiten” lassen wollen, sondern sich selbst ebenfalls sportlich betätigen wollen.
Seine passende Kurzbeschreibung dürfte wohl "Leichtathletik mit Hund" lauten. Ein Grund für den Erfolg: THS ist grundsätzlich für Menschen jeden Alters und für Hunde aller Rassen möglich. Den Vätern dieser Sportart ist es gelungen, den (Frei-)Zeitgeist dieser Tage mit dem gestiegenen Bedarf an Ausbildungsmöglichkeiten unserer Familienhunde in einer aktiven und attraktiven Freizeitgestaltung zu verschmelzen. Allerdings ist THS nicht nur Fun in Slalom, Hürden- und Hindernislauf, sondern auch Präzision und Disziplin in der Unterordnung und fordert auch dem Menschen einiges an Fitness ab!
Rettungshundearbeit
Eine besonders anspruchsvolle Disziplin ist die Ausbildung zum Rettungshund.
Allerdings erfordert dieses von Ihnen sehr viel verfügbare Zeit und Einsatzbereitschaft! Das Vertrauen zwischen Hundeführer und Hund ist die Grundlage der Rettungshunde- ausbildung. Hundeführer und Hund bilden eine Einheit, das Rettungshund-Team. In Einsatzsituationen muss sich ein Rettungshund- Team ganz genau kennen. Allein die Stimme (oft über weite Entfernung) muss einem Hund Sicherheit geben. Rettungshunde- Ausbildung ist kein Sport, obwohl natürlich die geistigen und körperlichen Anforderungen an die Hunde sehr hoch sind, sondern ist soziales Engagement. Wer also seinen Hund aus sportlichen Gründen ausbilden lässt und sich anschließend nicht für Einsätze zur Verfügung stellt, verkennt den Ernst dieser Disziplin und missbraucht die gemeinnützigen Anbieter, wie Rotes Kreuz, BRH  etc. Sollten Sie sich für diesen Weg entscheiden, leisten Sie einen wichtigen Dienst an der Gesellschaft, müssen aber mit einem enormen Zeitaufwand und vor allem mit Einsätzen zu Nacht schlafenden Zeiten rechnen.
Die Vielseitigkeitsprüfung (VPG)
ist der Mehrkampf für den Hund aus
Fährte, Unterordnung und Schutzdienst. Die Wiege der Hundesportvereine hat zu Beginn unseres Jahrhunderts im Polizeihundewesen gestanden. Von der reinen Zweckgebundenheit der Gründerzeit entwickelten sich die Aufgabenstellungen für Schutzhunde hin zum Schutzhundesport (SchH). Besonders im Training, bedingt durch neue, artgerechte Ausbildungsmethoden, bekam er eine sportlichere Note und hat sich zum Sport für Hund und Mensch entwickelt, der die angeborene Triebveranlagung der Hunde, den Beutetrieb, nutzt. Da ist viel Bewegung und körperliche Einsatz gefordert, um dem Hund auch hier auf spielerische und konsequente Weise die möglichst korrekte Ausführung der in der VDH-Prüfungsordnung geforderten Übungsteile anzuerziehen.  Es gibt die VPG 1, 2 und 3. Sie gliedern sich in je drei Abteilungen, die der Hundeführer mit seinem Hund erfüllen muss: Teil A-Fährte, Teil B-Unterordnung, Teil C - Schutzdienst.
Obedience
Eine ganz junge Sportart ist Obedience, die ganz Hohe Schule der Unterordnung. Gehorsam in Perfektion, ohne Kasernendrill, aber hohen Ansprüche an die Disziplin und das Stehvermögen von Mensch und Hund. Leider tut man sich gegenwärtig noch etwas schwer, einen Verein oder eine private Gruppe zu finden, die Obedience anbieten. Obedience ist eine Prüfungsform im Hundesport, bei der ein Hund freudig mit seinem Teamgefährten Mensch verschiedene Übungen meistert und ein kontrolliertes Verhalten in unterschiedlichen Situationen zeigt. Eine weitere große Herausforderung ist die Distanzarbeit, bei der der Hund auch mit einem Abstand zum Hundeführer bereitwillig gehorcht. Obedience hat wie die meisten Hundesportarten seinen Ursprung in England. Wörtlich übersetzt bedeutet Obedience "Gehorsam". Dies darf aber nicht mit der auf vielen deutschen Hundeplätzen gezeigten "Unterordnung" verwechselt werden. Ähnlich wie im Reitsport die Dressurprüfungen die Hohe Schule der Reitkunst darstellen ist dies auch beim Obedience der Fall. Obedience bedeutet die perfekte Ausübung der Aufgaben - von Mensch und Hund. Großen Wert wird dabei auf die freudige Mitarbeit des Hundes gelegt. Der Richter muss sehen, dass der Hund die ihm gestellte Aufgabe erfüllen will. Dies kann man nicht mit Druck etc. erreichen, sondern nur über die Arbeit ohne Zwang, durch positive Verstärkung.
Discdoging
Warum nicht mal mit seinem Hund Frisbee spielen? Kein Mensch wird die fliegenden Scheiben so  spektakulär aus der Luft pflücken. Ein Spaß für Mensch und Hund und das Schönste: Man kann es auf jeder Wiese spielen mit einem Minimum an Equipment. Alles was man dazu benötigt ist ausreichend Platz, einen Hund (der Spaß am Fangen und Apportieren haben sollte), eine Frisbeescheibe (möglichst aus zahnschonendem weichem Material) und ein wenig Geschick beim Werfen derselben. Man kann den Sport für sich und den Hund im Park betreiben oder aber an Wettkämpfen teilnehmen.
Dog Dancing
Wenn Sie einfach nur Spaß an der Geschicklichkeit und Lernfähigkeit Ihres Hundes haben wollen, können Sie es ja einmal mit Dog Dancing versuchen! Das Team, bestehend aus einem Zweibeiner und mindestens einem Vierbeiner präsentiert zu einem 1 bis 4,5 Minuten langem Musikstück Kombinationen aus Slalom, Sprüngen, Drehungen und Freestyle-Elementen. Beharrlichkeit und ein eingeschworenes Team sind die Garantien für viel Spaß bei Ihnen und Ihrem Publikum. Dog dancing ist eine hervorragende Sportart auch für Hunde, die Vorerkrankungen haben oder schon älter sind. Der eine oder andere Zeitgenosse wird sich fragen: Was macht es für einen Sinn mit seinem Hund zur Musik zu tanzen? Wahrscheinlich genauso viel wie sein Hund durch Tunnel und über Hürden zu jagen. Denn sowohl das Eine, wie auch das Andere funktioniert nur dann richtig, wenn Hund und Mensch ein harmonisches Team bilden. Das wiederum geht nur, wenn man mit seinem Hund regelmäßig arbeitet.... und das hat bisher noch keinem Hund oder Mensch geschadet.
Flyball
ist eine Hundesportart, welche ca. 1990 von Amerika nach England und dann weiter nach Mitteleuropa gekommen ist. Flyball besteht aus vier Hürden, welche in einer Reihe aufgestellt sind, und einer Flyballmaschine. Der Hund versucht beim Flyball möglichst schnell über die vier Hürden zur Flyballmaschine zu gelangen, den Auslösetaster der Flyballmaschine zu betätigen, den Ball zu fangen und möglichst schnell mit dem Ball über die vier Hürden zurück ins Ziel zu kommen. Flyball wird meist als Mannschaftslauf (Staffel) parallel auf zwei Bahnen im K.O. System sowie in manchen Ländern als Einzelwettbewerb ausgetragen. Auf Grund der Schnelligkeit dieses Wettbewerbs ist diese Sportart ideal für Zuschauer. Flyball bereitet dem Hund und dem Hundeführer gleichermaßen viel Spaß. Für den Hundeführer liegt der größte Reiz an diesem Sport darin, dass es ein Mannschaftssport mit einmaligem Teamgefühl ist. Der Hund darf, wie er es ja besonders liebt, seine Schnelligkeit, Springfreude und Apportiergeschick unter Beweis stellen.
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