Was ist das Besondere der Hovawart-Zucht in der HZD?
 
Zuchtziele:
 
Aus  unterschiedlichen Ursprüngen und Zielsetzungen wurden im Laufe der Zeit gemeinsame Zuchtziele entwickelt, die sich im fortschreitenden Zuchtgeschehen verfestigten. Mit Beitritt der Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland e.V. (HZD) in den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und der Federation Cynologique Internatinal (FCI) wurde eine einheitliche Zuchtordnung beschlossen.
 
Hohe Reizschwelle

Etwa jeder dritte Hovawartwelpe kommt zwischenzeitlich aus der Zucht der HZD. Der Hovawart der HZD ähnelt auch heute noch in vielen Punkten den Vorstellungen des Herauszüchters der Rasse K.F. König, indem er selbständig Notsituationen einschätzen und beurteilen kann. Er hat auch heute noch eine hohe Reizschwelle, um mit den vorhandenen schwierigen, oft hektischen Umweltsituationen problemlos zurechtzukommen. Der HZD - Hovawart verfügt über eine angeborene Gelassenheit, die mit einem robusten, derben Typ einhergeht. 
Wesentliche Zuchtziele der HZD sind höchste Ansprüche an die Gesundheit sowie ausgeglichenes Wesen mit hoher Reizschwelle. 
           
Anforderungen
 
Deshalb werden zur Erreichung dieser Zuchtziele qualifizierte Anforderungen sowohl an die Züchter als auch an die zur Zucht eingesetzten Hunde gestellt. Aus diesem Grunde werden keine Hovawarte zur Zucht zugelassen, die erbliche Defekte insbesondere Hüftgelenksdeformationen (HD) oder andere erbliche Erkrankungen aufweisen. Maßnahmen zur Kontrolle der Zucht sind im wesentlichen Zuchtschauen sowie Körungen/Zuchttauglichkeitsprüfungen, um den Hovawart hinsichtlich des standardgemäßen Erscheinungsbildes und seiner Wesensveranlagung zu überprüfen. 
           
Zwingerkontrolle
 
Die in der HZD ansässige rd. 260 Züchter sind zu einer artgerechten und sozial verträglichen Aufzucht ihrer Welpen verpflichtet. Zur Kontrolle dieser Aufzuchten werden von besonders ausgebildeten Zuchtwarten Zwingerkontrollen, Wurfbesichtigungen und Wurfabnahmen vorgenommen. Zur Erhaltung, Förderung und Erbgesundheit der Rasse werden Deckrüden grundsätzlich für nur 5 Deckakte in ihrem Leben zugelassen. Hündinnen sind nur bis zu einem Lebensalter von 8 Jahren in der Zucht und dürfen höchstens 6 Würfe aufziehen. Jedem in Züchterseminaren geschulten Züchter der HZD werden wegen einer optimalen Welpenaufzucht höchstens 2 Würfe im Jahr gestattet, die zeitlich auseinander liegen müssen.
 
Durch seine wertvollen, speziellen Veranlagungen und Eigenschaften ist der Hovawart der HZD ein bewegungsfreudiger, selbstbewusster, arbeitsfreudiger Individualist.
 
Er ist kein "Jedermannshund", sondern muss mit Geduld, Konsequenz und viel Zuwendung erzogen werden. Dabei ist er jedoch auch sensibel und seinen Menschen ein ausgesprochen anhänglicher Partner.